Im Jahr 2024 wurde in der Mediathek eine Saatgutbibliothek eröffnet. Hier können regionale Sorten, "alte" Sorten sowie neue klimaresistente Sorten ausgeliehen, zuhause gesät und geerntet werden. Ein Teil des Saatguts wird (im Idealfall) im Herbst wieder zurückgebracht und wandert in den nächsten Garten. Das Ziel ist, regionales Saatgut wieder mehr in den Umlauf zu bringen.
Gemeinsam "Garteln" für die Artenvielfalt – das ist das Motto der mittlerweile 38 Saatgutbibliotheken in Tirol.
Was im Vorjahr, initiiert durch die Regionalmanagements regio3, Kitzbüheler Alpen und KUUSK, an einigen Pilotstandorten im Unterland begonnen hat, trägt nun auch tirolweit Früchte. Im Unterland gibt es 15 Standorte, wo neben Gartenratgebern und Gartenkrimis auch regionales und samenfestes Saatgut ausgeliehen werden kann.
Zu Hause im eigenen Garten werden die Sorten ausgesät, geerntet und im Idealfall wieder
zurückgebracht. Die Saatgutbibliotheken dienen dem Erhalt und der Verbreitung von regionalen und samenechten Sorten.
„Das regionale Vermehren und Tauschen von Saatgut sichert seit jeher unsere Vielfalt. Mit dem Projekt möchten wir diese auch für die nächsten Generationen erhalten“,
so Projektinitiatorin Maria Schmidt. Hausgärten und Balkone haben zudem ein großes Potenzial zur Steigerung der Artenvielfalt.
Das Saatgut der Tiroler Raritäten stammt aus der Genbank Innsbruck, die den Erhalt von regionalen Besonderheiten seit über 100 Jahren sichert.
„Im Zentrum steht aber nicht nur der Sortenerhalt, sondern auch die Freude an der Selbstversorgung mit gesundem Gemüse und die Vernetzung zwischen HobbygärtnerInnen,“
so Michaela Kaspar-Furtner, Koordinatorin des Freiwilligenzentrums Kitzbüheler Alpen.
In der Saatgutbibliothek in der Mediathek St. Johann gibt es eine große Auswahl an Samen: von Ackerbohnen über Buschtomate bis hin zu Zimtbasilikum steht den Hobbygärtner:innen eine große Samenvielfalt zur Verfügung.