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Klimafitter Bergwald

Zwei von drei Bäumen stehen im Schutzwald, doch extreme Ereignisse setzten dem Wald zu.

Die extremen Wettersituationen sowie die unter der Schneelast des vergangenen Winters zusammengebrochene Bäume – die Wunden im Wald sind nach wie vor in den Wäldern von St. Johann sichtbar. Und trotzdem gilt: Der Schutzwald hat uns vor weit Schlimmerem bewahrt. Trotz enormer Schneemengen im letzten Winter haben Lawinen vor allem auch aufgrund intakter Schutzwälder in Siedlungsgebieten keine Schäden angerichtet. Die Klimaveränderung mit ihren Wetterextremen geht am Wald nicht spurlos vorüber. Wir müssen jetzt für die Zukunft vorsorgen.

„Mit der Offensive ‚Klimafitter Bergwald Tirol‘ wollen wir gemeinsam mit den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern dafür arbeiten, dass der Wald seine für unsere Gemeinde wichtige Schutzfunktion in allen Belangen auch weiterhin erfüllen kann“, erklärt Waldaufseher Anton Rieser

Auf den Mix kommt es an

Werden neue Bäume gepflanzt, dann gilt: Ein naturnaher Wald mit einem hohen Anteil an Mischbaumarten kommt mit Hitze, Trockenheit und anderen Extremereignissen besser zurecht. Deshalb beraten der Waldaufseher und die Bezirksforstinspektion die Waldbesitzerinnen und –besitzer, und sie unterstützen Vorsorgeaktivitäten für einen klimafitten Bergwald zum Schutz unseres Lebensraumes.

Die Waldeigentümerinnen und -eigentümer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in unserer Gemeinde. Bewirtschaftete Wälder sind stabile Wälder. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass das heimische Holz für Bau- und Heizzwecke genutzt wird. Wer mit Holz heizt oder baut, leistet einen Beitrag zur Bewirtschaftung der heimischen Wälder und damit zur Sicherheit und zum Klimaschutz.

Foto: Anton Rieser