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Forsttagssatzung

Forsttagsatzung 2019 am 12. März 2019 um 19:30 Uhr im Gasthaus Schöne Aussicht

Die Bezirksforstinspektion Kitzbühel lädt zu den Informationsveranstaltungen im Rahmen der Forsttagsatzungen 2019 am 12. März 2019 um 19:30 Uhr ins Gasthaus Schöne Aussicht.

Neben einem kurzen forstlichen Jahresrückblick werden bei der heurigen Forsttagsatzung die Themenschwerpunkte „Wie mache ich meinen Wald klimafit“ und „der Wald als Wirtschafts- und Erholungsraum“ behandelt.

Ein paar Grad auf oder ab sind doch egal oder doch nicht?

Eine Erwärmung um zwei Grad entspricht annähernd dem heutigen Klima von Meran. Wenngleich die jetzige Schneemenge andere Wahrnehmungen erweckt, dürfte das Jahr 2018 laut ZAMG das wärmste Jahr in der 251- jährigen Messgeschichte werden. Somit bestätigt auch das Jahr 2018 den Trend zu einem immer wärmeren Klima. Von den 20 wärmsten Jahren der Messgeschichte in Österreich liegen 14 in den 2000er-Jahre.

Die Erwärmung wird zu einer Höhenverschiebung und zu einem Wechsel der Baumarten führen. Baumarten werden in tiefen Lagen immer mehr unter Druck geraten. Gleichzeitig gewinnen andere Baumarten insbesondere Laubbaumarten an Terrain. Die natürliche Waldgrenze wird steigen. Die biotischen und abiotischen Einflüsse auf den Wald werden zunehmen. Diesen Erkenntnissen folgend haben wir alle gemeinsam raschest zu reagieren. Der Waldumbau ist vielerorts kein „Soll“ mehr, sondern ein „Muss“.

Selbstschutz bei der Waldbewirtschaftung

Im Bezirk Kitzbühel wurden in den vergangenen 10 Jahren jährlich fast 200.000 Festmeter Holz geerntet. Hierbei dienen Forststraßen nicht allein der Bringung von Holz, sondern sind generell Arbeitsstätte bei der Waldarbeit. Gleichzeitig wird der Wald häufig, Tendenz stark steigend, von der Gesellschaft aufgesucht. Insbesondere gibt es neben den Wanderern eine starke Zunahme bei den Mountainbikern und hier vor allem bei den E-Bikern. Um ein gefahrloses Miteinander zu gewährleisten, ist ein gegenseitiges Rücksichtnehmen unerlässlich. Somit ist das Erkenntlichmachen von Gefahrenstellen unbedingt erforderlich. Die Einrichtung eines befristeten forstlichen Sperrgebiets und die Erkenntlichmachung mit den dafür vorgesehenen Tafeln sind gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Zudem gibt es ab heuer Hinweistafeln bezüglich einer Wegsperre, welche bereits zu Wegbeginn aufgestellt werden sollten. Damit soll dem Erholungssuchenden bereits am Weganfang entsprechende Information erteilt werden, um rechtzeitige Routenänderungen vornehmen zu können. Mit einer verstärkten Kampagne sollen auch die Erholungssuchenden auf die Gefahren hingewiesen und auf das unerlässliche Einhalten der Sperren gedrängt werden.

Weiters wird gebeten, den Bedarf an Forstpflanzen dem Waldaufseher zu melden, damit eine rasche und einheitliche Bestellung erfolgen kann. Über mögliche Fördermöglichkeiten informieren der Waldaufseher und die Bezirksforstinspektion.

Gemeindewaldaufseher Anton Rieser, Tel.: +43 676 88 690-219, E-Mail: anton.rieser@st.johann.tirol