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Hundehaltung

Anmeldung von Hunden

Für jeden Hund, der in St. Johann in Tirol gehalten wird, besteht Meldepflicht. Anmeldungen für Hunde können im Marktgemeindeamt bei Frau Verena Schwaiger-Pinzger durchgeführt werden (Finanzabteilung 2. Stock, Tel.: +43 5352 6900-231). Wir weisen darauf hin, dass die Anmeldung nur erfolgen kann, wenn der Hund versichert ist und vom Tierarzt mit einem Chip versehen wurde.

Die Hundesteuer beträgt:

  • Euro 69,75 pro Jahr für den ersten Hund 
  • Euro 160,90 pro Jahr für den zweiten Hund
  • Euro 321,80 pro Jahr für den dritten und jeden weiteren Hund
  • Euro 20,30 pro Jahr für Wachhunde
  • Hundesteuer frei sind Assistenz- und Therapiehunde nach § 39a Bundesbehindertengesetz sowie Hunde, die in Ausübung eines Berufes oder Erwerbes gehalten werden.

 

Leinenzwang im Gemeindegebiet

Laut Verordnung des Gemeinderates vom März 2000 sind Hunde in speziell ausgewiesenen Bereichen des Gemeindegebietes an der Leine zu führen. Eine entsprechende Darstellung jener Bereiche, wo Leinenzwang herrscht, findet sich auf dem digitalen Ortsplan. Gedruckte Pläne mit dem Verordnungstext sind auch in der Umweltabteilung der Marktgemeinde erhältlich.

Link zur Hundeleinenverordnung

Verpflichtung zum Entfernung von Hundekot

Laut Verordnung des Gemeinderates vom März 2000 sind alle Hundebesitzer verpflichtet, auf die Sauberkeit der Gehsteige, Straßen, Parks und Felder zu achten. Somit müssen die Besitzer oder Verwahrer von Hunden im gesamten Gemeindegebiet alle durch ihre Hunde verursachten Verunreinigungen entfernen und ordnungsgemäß entsorgen. Das heißt, der Hundekot muss in einem geeigneten Behältnis – etwa einem so genannten „Gassi-Sack“ – gesammelt und im Anschluss daran in einen Straßenmülleimer oder in die eigene Hausmülltonne entsorgt werden.

Aus diesem Grund bekommt jeder Hundehalter von der Gemeinde alljährlich „Gassi-Säcke“ zugeschickt. Außerdem sind entlang der beliebtesten Spazierwege 26 „Gassi-Automaten“ zur freien Entnahme der Sackerl aufgestellt und man bekommt die Sackerl auch im Gemeindebauhof.

Hundehalter sollen immer ausreichend „Gassi-Säcke“ bei sich haben, wenn sie mit ihrem Hund spazieren gehen. Die Handhabung des Sackerls ist ausgesprochen einfach – siehe Grafik.

Im St. Johanner Gemeindegebiet sind entlang der Spazierwege 84 spezielle Mülltonnen zur Entsorgung der Gassi-Säcke aufgestellt. Darüber hinaus gibt es noch über 300 öffentliche Straßenmülleimer, sodass die benutzten Gassi-Säcke problemlos entsorgt werden können.

Genaue Informationen über Aufstellungsorte der Dispenser sowie der Tonnen für die Entsorgung gibt es beim Umweltberater der Marktgemeinde, Herrn Johann Haag (Marktgemeindeamt 2. Stock, Tel.: +43 5352 6900-228).

Die meisten Felder und Wiesen gehören zu landwirtschaftlichen Betrieben, die darauf Lebensmittel bzw. hochwertiges Futter für Nutztiere gewinnen, und von denen wiederum die tierischen Lebensmittel Milch und Fleisch stammen. Eine Verschmutzung dieser Flächen mit Hundekot widerspricht daher den Grundsätzen einer hygienischen Futter- bzw. Lebensmittelgewinnung und kann eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier darstellen. Mit dem Hundekot können Bandwurmeier, Fadenwürmer und Eier von Einzellern (Neospora caninum) ausgeschieden werden, die bei landwirtschaftlichen Nutztieren und auch bei Menschen Erkrankungen hervorrufen können. Daher ist die Verwendung der Gassi-Säcke ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Hygiene und Gesundheit für Mensch und Tier. In der Marktgemeinde St. Johann in Tirol funktioniert dies schon seit einigen Jahren sehr gut – immerhin werden pro Jahr 150.000 Gassi-Sackerl verbraucht.

Landespolizeigesetz zum Halten von Hunden

Neben den Verordnungen der Gemeinde ist auch weiterhin die Regelung des Tiroler Landespolizeigesetzes in Kraft, wonach Hunde so zu beaufsichtigen oder zu verwahren sind, dass dritte durch sie nicht gefährdet oder über das zumutbare Maß hinaus belästigt werden. Dies gilt insbesondere für so genannte „gefährliche Hunderassen.“

Links:

Landespolizeigesetz und/oder www.help.gv.at/Haltung von Kampfhunden in Tirol 
Infoblatt des Landes Tirol zum Halten von Hunden 
Feldschutzgesetz